Warum Technologieunternehmen die Macht der Marke entdecken sollten

B2?: Eine Dreiklassengesellschaft

Im B2B-Sektor schaffen sich derzeit diejenigen, die für die Etablierung starker Marken plädieren, wenig Gehör. (Wohl auch eine Frage mangelnder B2B-Kommunikations aus Agentursicht.) Marketingakteure im B2B-Bereich haben zumindest weniger Zugriff auf die Marke und die Markenbildung als ihre Kollegen, die sich im B2C-Sektor tummeln. Zudem sind die Marketingakteure im B2B-Bereich zu häufig mit den Marketingaufgaben Produkt, Distribution und Preis beschäftigt und können sich nicht noch wirklich um die vierte Disziplin, die Kommunikation, durch die der Wert einer Marke getragen wird, kümmern.

Doch dieses Bollwerk beginnt zu bröckeln. Bis zu 35 Prozent aller weltweiten Werbemittel werden derzeit schon im B2B-Bereich ausgegeben. Sicherlich ist hierbei auch eine Frage, wo B2B aufhört und wann B2C beginnt. Oft ist das nur eine Frage der Sichtweise. Man kann hier grob drei Stufen im B2b-Marketing unterscheiden:

Primäre B2B-Marken verkaufen ihre Produkte und dienstleistungen direkt an Geschäftskunden. Hierzu zählen Investmentbanken, Anwaltskanzleien, Anbieter von Business-Software.

Sekundäre B2B-Marken verkaufen ihre Produkte und Dienstleistungen an Geschäftskunden, die ihre Produkte wiederum an Endverbraucher weiterverkaufen. Denken Sie nur an Automobilhersteller, Unterhaltungselektronik, Lebensmittelmarken oder an den Hersteller Ihres Lieblingsduschgels. Mit Sicherheit werden hier B2C-Unternehmen in Vorleistung gegangen sein.

Tertiäre B2B-Marken können auch Co-Marken genannt werden. Ein Michelin-Reifen, der mit ihrem neuen Ford geliefert wird, ist hierfür ein gutes Beispiel. Sie kaufen zwar ein Endprodukt (Auto) und doch ist es das Produkt von unterschiedlichen Markenartiklern, die zwar nicht gleichberechtigt in der Markenwahrnehmung auftreten, aber doch jeweils eine klare Absenderkennung aufweisen.


2 COMMENTS
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Buying products directly from the manufacturer can have a big impact on your economy rather than buying from distributors. I agree with that but there are other mechanisms that can lead to economy growth.

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Ich denke auch im klassischen B2B (bei dir Primär) ist die Kommunikation sehr ausgeprägt – nur ist sie eben vordergründig nicht so präsent wie im B2C oder den anderen von dir definierten B2B Bereichen. Im B2B (primär) läuft denke ich viel über Direktmarketing, Messen und Fachzeitschriften. Bei aktuelleren Kommunikationsmethoden wie Social Media mag das allerdings noch anders aussehen … but just my 2 cents

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