Leute, der Kampf um die fossilen Rohstoffe hat begonnen. Russland mischt dort mächtig mit, die OPEC macht, was sie will, da ist es sicherlich nicht verkehrt, wenn man mal versucht, ein wenig Autonomie von diesen mächtigen Lieferanten herzustellen.
Das versucht nun auch die Bundesregierung mit einer Energiepartnerschaft mit Nigeria. Nigeria verfügt immerhin um rund ein Zehntel der weltweiten Gasvorkommen. Der Deal: Deutschland erhält Zugriff auf Nigerias Gas, im Gegenzug hilft Deutschland die Energie-Infrastruktur in dem Land aufzubauen. Und davon könnten auch deutsche Konzerne profitieren, wie die FTD schreibt:
Lukrativ für deutsche Firmen, darunter Eon Ruhrgas, Bilfinger Berger, Siemens und Evonik, wäre die Umsetzung allemal. Der Ausbau von jetzt kaum 2000 Megawatt (MW) Stromleistung auf 6500 MW in 20 Projekten bis 2020 entspräche dem Bau dreier französischer Atomkraftwerke. Nigeria hat doppelt so viele Einwohner wie Deutschland, produziert aber nur ein Dreißigstel der Energie. Geplant ist ein breiter Mix: Wasserkraft im Westen des Landes, Wind- und Solarkraft im Norden, Instandsetzung und Neubau von Kraftwerken mit Kohle im Nordosten und Ã-l und Gas im Süden.