Son einfach kann man es auf den Punkt formulieren: Warum nicht jedes Marketingproblem ein Werbeproblem ist. Im gleichnamigen Gastbeitrag in der Absatzwirtschaft wird es anhand des Autobauers Opel gut, knapp und einleuchtend erklärt, warum es problematisch ist, sich in der Mitte des Marktes zu positionieren ohne dabei der Segmentmarktführer zu sein – so wie Opel und Ford hinter VW anstehen müssen.
Ich nenne es auch gerne das "Karstadt-Problem". Erinnern wir uns an den Konzern vor wenigen Jahren, da ist er arg ins Schlingern geraten. Das Problem war auch hier mit Opel vergleichbar: Kein klares Profil, irgendwie gab es alles, aber nichts gab es richtig: Besseren Service bei Markenartikeln gibt es im kleinen oft inhabergeführten Einzelhandel, günstigere Preise gibt es bei anderen ketten, die sich als günstig positioniert haben (C&A) und modischere Kleidung gibt es in den Häusern anderer Ketten. Karstadt und Opel kleben im Grau der Mitte. Ohne wirkliche Vision, ohne Position, ohne gutes Argument, warum es sie am Markt überhaupt geben sollte. Das ist ein wirkliches Marketing-Problem und hat mit Werbung nur zweitranging zu tun