
Im toll aufbereiteten Produktmanagerinnen-Blog bin ich über einen Beitrag aus dem letzten Monat gestolpert. Dort berichtet der fiktive (als Stellvertreter für viele eingesetzte) Produktionsleiter Karl Zimmermann von seinen Nöten:
Oft komme ich einfach an die Informationen nicht richtig ran. Z.B. würde mir ein feedback über die Kundenreklamationen sehr helfen die Produktionsabläufe und somit indirekt die Produkte zu verbessern
Und mir fällt dazu nur ein: Ein alltägliches Problem in Unternehmen mit Abteilungen und dementsprechend etabliertem Abteilungsdenken. Ich kann mir vorstellen, dass solchen Unternehmen und damit auch Karl Zimmermann geholfen werden kann. Es gibt ziemlich viele "Zauberformeln" und "Zaubervokabeln" für die Lösung des Problems. Letztlich geht es darum, dass eine Instanz eingeführt wird, die weiß, wer etwas weiß, die über Timings, Budgets und aktuelle Entwicklungen informiert ist. Das kann beispielsweise durch ein Wiki im Unternehmen geschehen, bei kleinen und mittelständischen Unternehmen kann es von einer Person im Stile eines Key Accounters (zentrale Ansprechperson für alle und Bindeglied zwischen den Abteilungen) eingeführt werden – allerdings sollte dieser Key Account mit ähnlichen Kompetenzen und Befugnissen eines Controllers ausgestattet werden, damit sich seine Arbeit im Zeitablauf auch rentabel gestaltet.
Die gute Nachricht ist: Den Karl Zimmermanns kann geholfen werden. Es braucht dazu aber etwas, Unternehmen häufig vorgeben zu haben: Interne Kommunikation. Und damit ist nicht die Mitarbeiterzeitung gemeint und auch nicht das tolle Incentive für alle Beschäftigten. Damit ist der koordinierte Fluss von Informationen, deren Auswertung, Verdichtung und Aufbereitung für andere gemeint.