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Distribution in der Stahlbranche.

abgelegt im Archiv Marketing-Mix am 12.04.07

Distribution in der Stahlbranche.
Im aktuellen Newsletter des Marketing Marktplatzes wird auch über die Chancen und Herausforderungen in der Distribution von Stahl auf globalen Märkten gesprochen - eine klassische B2B-Marketing-Disziplin.

Es wird dabei ein Vortrag von Dr. Thomas Ludwig, Vorsitzender des Vorstandes von Klöckner, zitiert. Darin stellte er die Herausforderungen für die Stahldistribution durch die Konsolidierung und Globalisierung vor und betonte die wichtige Mittlerfunktion der Distribution zwischen Produzenten und Kunden und verwies auf die Fähigkeiten in der Bedarfsbündelung, in der Anarbeitung, im Verkauf kundenspezifischer Produkte sowie durch die Nähe zum Kunden vor Ort.

Zwei Drittel der Marktversorgung in Westeuropa erfolgt derzeit durch die Distribution und Service-Center und nur ein Drittel direkt durch den Produzenten. Durch die Stahldistribution eröffnet sich auch für die Kunden der Zugang zu einer globalen Beschaffung und damit Kostenvorteile. Die Distribution ermöglicht den Kunden weiter kurze Lieferzeiten, das Outsourcing der Anarbeitung, den Zugriff ein vollständiges Sortiment und eine maßgeschneiderte Logistik.

Wachstumspotenziale für die Stahldistribution sieht Ludwig in der Kundenbindung und dem Angebot von Komplementärprodukten. Nur der Preis könne nicht ausschlaggebend sein, sondern es zähle auch Service, Beratung, der Ausbau des Supply-Chain-Managements und die Verfügbarkeit der Artikel. Auch das Outsourcing zum Beispiel der Lagerhaltung würde immer wichtiger, denn Kunden und Produzenten verringerten ihre Fertigungstiefen.

Den Herausforderungen durch die Internationalisierung begegnet man bei Klöckner mit strategischen Partnerschaften mit den Lieferanten. Die Konsolidierung der Stahlindustrie zwänge auch die Distribution zum Wachstum. Dies bedeute einen Ausbau in der Fläche, eine Optimierung der IT-Strukturen und mehr Kundennähe. Gegenüber dem Risiko von marktbeherrschenden Positionen zeigte sich Ludwig gelassen. "Wir sehen uns nicht in der Sandwich-Position, sondern als Partner", betonte er. Allerdings gäbe es den Zwang zur Größe zum Nutzen der Kunden und der Produzenten. Wegen der weiteren globalen ausrichtung der Produzenten werde sich in Europa die Trennung von Distribution und Produktion auch noch weiter durchsetzen, bemerkte Ludwig abschließend.



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