Ich weiß nicht warum, aber mit der Fraunhofer Gesellschaft bin ich thematisch ganz schnell beim Thema Maschinenbau und alles was es da drumherum zu forschen gibt. Das ist aber gar nicht zwingend so.
So gibt es zum Beispiel das fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS. Und die haben nun den Frequenzatlas gestaltet. Und der gibt an, wie viele Leute pro Stunde an einem bestimmten Plakatstandort vorbeigehen – bundesweit in allen Städten mit mehr als 10 000 Einwohnern und in insgesamt 6,2 Millionen Straßenabschnitten. Die Wissenschaftler können aussagen, wie häufig eine Person an einem bestimmten Plakat vorbeifährt, radelt oder geht, wie schnell sie ist, aus welchem Blickwinkel sie es sieht – aus welcher Richtung sie also kommt -, welches Geschlecht oder Alter sie hat und welcher Zielgruppe sie entspricht. In einer Studie wurden dazu Tausende von Testpersonen mit einem GPS-Empfänger ausgestattet und eine Zeitlang ihre Wegstrecken durch die Stadt beobachtet. In der Regel muss eine Person ein Plakat einige Male gesehen haben, damit es ihr bewusst wird. Wissen wir, welchen Weg eine Person durch die Stadt geht, können wir die Plakate entsprechend aufstellen.
Die Forscher verwendeten komplexe Algorithmen und Verfahren, um die gesammelten Daten zu analysieren und entsprechend aufzubereiten. Dank ihren Ergebnissen können Werbestrategen ihre Plakatkampagnen so planen, dass möglichst viele Menschen der gewünschten Zielgruppe erreicht werden. In der Schweiz nutzen Mediaplaner bereits die neuen Werkzeuge. Damit lassen sich sogar online Kampagnen selber zusammenstellen