
Zu Lieferanten herrschen oft einzigartige Beziehungen. Im Idealfall handelt es sich hierbei um Partner. Oft – nicht zuletzt in der Krise – wird im Lieferanten allenfalls eine Kostenstelle gesehen, die gefälligst beste Qualität in allen Bereichen abzuliefern hat und dabei niedrigere Preise und selbstverständlich spätere Zahlungen akzeptieren.
Das ist die eine Seite der Medaille. Die zweite, potenzialreichere Seite, beleuchtet der Artikel Die Krise zwingt zu ungewöhnlichen Allianzen, den die Absatzwirtschaft veröffentlichte.
Und so heißt es dort: So schafft die Krise ungewohnte Allianzen: Kettenspezialist Iwis etwa, der selbst Umsatzeinbrüche von 30 Prozent zu verkraften hatte, griff einem seiner Zulieferer unter die Arme. (Johannes)Winklhofer (geschäftsführender Gesellschafter des Automobilzulieferers Iwis´): "Wir mussten einem finanziell angeschlagenen Lieferanten beistehen und für ihn in Vorkasse treten. Im eigenen Interesse. Schließlich dauert es zwölf bis 18 Monate, auf einen anderen Lieferanten umzusteigen, der auch von unseren Kunden akzeptiert wird."
Auch so kann also die Beziehung zum Auftragnehmer aufgehen. Im beiderseitigen Interesse. Win-Win heißt das ja auch so schön heutzutage.