
Es ist immer schwierig, wenn ein Unternehmen in einem Währungsraum produziert und einen seiner Hauptabsatzmärkte in einem anderem Währungsraum hat. Dann kann es schon mal schwierig werden, wenn die Währungen schwanken. Nicht zuletzt deswegen, macht ja auch der Euro Sinn. Insgesamt sorgt der schwache Dollar derzeit für Unruhe.
Der Chiphersteller Infineon bekommt nun die Dollarschwäche massiv zu spüren. So habe das Unternehmen im laufenden geschäftsjahr bereits 150 Mio. Euro Umsatz und 80 Mio. Euro Gewinn durch die Währungskurs-Entwicklungen hinnehmen müssen. Es sei davon auszugehen, dass sich diese Entwicklung noch weiter verschärfen werde. Das ist darauf zurückzuführen, dass Infineon seine Produkte weitestgehend in Europa produziert. Allerdings kommt eine Verlagerung der Produktion in den Dollarraum für das Unternehmen derzeit nicht in Frage. Die Verlagerung einer Halbleiterfabrik sei zu teuer und langwierig.