Warum Technologieunternehmen die Macht der Marke entdecken sollten

Investitionssicherheit dank Linux

Das hätte ich ehrlich gesagt nicht gedacht, freut mich aber irgendwie: Mittlerweile zählt Linux bei Geräten wie DSL-Routern, Smartphones und Maschinen- und Anlagensteuerungen zu den meistverwendeten Systemen. Die kostenlose Software kommt als Betriebssystem der Produkte zum Einsatz und steuert, für den Benutzer meist unsichtbar, das komplexe Gerät. Und damit hat Linux in diesem Bereich kostenpflichtige Betriebssystem wie zum Beispiel Windows aus dem Hause Microsoft verdrängt. Die Opensource-Software ermöglicht es verschiedenen Firmen, gemeinsam Komponenten zu entwickeln und zu nutzen.

Linux ist bei Maschinen- und Anlagenbauern so beliebt, weil es ihnen hilft, die investitionen in die eigenen Betriebssysteme zu minimieren, ohne sich von Lieferanten abhängig zu machen. Die Abhängigkeit kostet nicht nur mehr, sondern führt auch zu technischen Problemen. So muss ein Maschinenbauer sicherstellen, dass seine Systeme zehn bis 15 Jahre laufen. In dieser Zeit bringen kommerzielle Softwareanbieter aber zahlreiche Updates heraus. Zum Teil wird die Wartung und Pflege älterer Versionen eingestellt. Linux als Betriebssystem dagegen kann nicht eingestellt werden, da der Anwender jederzeit selbst Korrekturen, Änderungen oder Erweiterungen an der Software vornehmen kann.

Außerdem ist sie kostenlos zu haben. Wird kommerzielle Software in den Geräten eingesetzt, machen die Lizenzkosten einen erheblichen Teil der Produktionskosten aus – insbesondere bei kleinen Produkten, die in hoher Stückzahl produziert werden. Für den entscheidenden Durchbruch sorgte im vergangenen Jahr die Echtzeitfähigkeit. Das bedeutet, dass ein System jederzeit innerhalb eines vorher festgelegten Zeitintervalls auf ein unvorhergesehenes Ereignis reagiert.

via: Handelsblatt


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