Warum Technologieunternehmen die Macht der Marke entdecken sollten

Markenführung durch PR

Ich lese gerne die Beiträge und Fachartikel, die in der marketing-börse veröffentlicht werden. Die kann man oft für das tägliche Geschäft nutzen, man kann etwas lernen, gute Impulse mitnehmen oder einfach nur eine Empfehlung aussprechen.

Und auf den Artikel "PR übernimmt Markenführung – Nachdem Marketing zum zahnlosen Zahlentiger verkommen ist, könnte PR die Markenführung übernehmen" habe ich mich aufgrund des Titels auch gefreut. Bis ich ihn gelesen habe.

Und dann lese ich solche Sätze wie: "Marketing hält sich weiterhin mit der völlig überholten Unterscheidung "kreative Werbung" vs. "messbare Promotion" auf. So werden keine Marken geführt." Und ich frage mich: Wer behauptet das? Klar, der Autor. Der verlangt auch, dass "Markenmanager Reframing und Brand Hacking beherrschen sowie Selbststeuerungsbewusstsein erlangen" müssen. PR-Menschen haben hier einen Vorteil: Sie waren nie dem Trugbild von der direkten Meinungssteuerung der Ã-ffentlichkeit aufgesessen. Sie sprechen von Kommunikationspartnern, nicht von Zielgruppen. Sie wissen, dass ein Mensch nicht nur Kunde ist, sondern auch mal Publikum, Spaßvogel, Schnarchnase, Fan oder Saboteur."

Und ich muss sagen: Ein Fachartikel sieht für mich anders aus. Das liest sich für mir im besten Fall noch "provokativ" um aufzurütteln. Aber ganz ehrlich: Es liest sich für mich eher, als habe es eine "beleidigte Leberwurst" geschrieben, die sich dafür rechtfertigen möchte, warum die PR so viel besser ist als das Marketing.

Die letztgenannten Diskussion möchte ich gar nicht führen. Aber ich kenne auch genug PR-Leute, die sich über diesen BLogeintrag als Reaktion auf den eigenen "Fachbeitrag" freuen würden, da er immerhin Resonanz hervor gerufen hat ("Man wird beachtet!"). Aber das allein, dürfte den PR-Menschen, die so manchen Vorteil besitzen (s.o.) sicher nicht ausreichen.


3 COMMENTS
Juni 24, 2009
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Hallo Herr Wilde,
ich enttäusche nur ungern Erwartungen.
Nach meinen Erfahrungen können nur Irritationen zum Denken jenseits eingefahrener Unterscheidungen führen. Dass nicht jeder meine Unterscheidungen (kreative Werbung/ messbare Promotion) mitvollzieht, ist selbstverständlich.
So kann ich z.B. Ihre Unterscheidung meines Artikeln von einem Fachartikel nicht mitvollziehen (weil mir dazu Information fehlt).
Ich kann nur artikulieren, wie ich beobachte. Provokationen sollen Reaktion erzeugen: vielleicht grenzen sich Marketingvertreter vom “zahnlosen Zahlentiger” ab und PR-Leute stellen klar, dass sie mitnichten bloße “Sektflötenhalter auf Who-Is-Who-Empfängen” sind.
Ich glaube so funktioniert Lernen. Oder irre ich?

Juli 5, 2009
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“beleidigte Leberwurst”….ich kann mich dem nur anschliessen! ich frag mich auch, ob der werte Klaas Kramer überhaupt die bezeichnung oder das wort der kommunikation im zusammenhang mit werbung (bzw in seinem fall pr etc) verstanden hat??? (soweit ich ihn richtig vertanden habe ;-) ?)
gruß

aroN
Juli 10, 2009
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Der TEXT -machen wir uns nichts vor- ist, was er ist, Herr Kramer – “Durchgefallen”… und das mit Recht!

Und @vida: etwas nicht zu verstehen, heißt nicht, dass es nicht zu verstehen ist;-)…

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