
Wie können kleinere und mittlere Unternehmen dazu animiert werden, ihre Energieeffizienz zu steigern? In Zeiten gesättigter Märkte, Kostendruck und Billigkonkurrenz geht das sicherlich eher durch die Bereitstellung finanzieller Mittel oder durch Möglichkeit zu Kostenersparnis.
Genau das denken sich wohl auch das Bundesministerium für Wirtschaft und
Technologie (bmwi) und die KfW Förderbank, die ab 2008 den "Sonderfonds
Energieeffizienz in KMU" auflegen. Hierbei handelt es sich um ein Programm, mit dem die Steigerung der
Energieeffizienz von kleinen und mittleren Unternehmen gezielt
gefördert wird. Ziel ist es, die Unternehmen bei der Erschließung dieser Energieeinsparpotenziale zu unterstützen, um sie mittel- und langfristig durch niedrigere Energiekosten zu entlasten und damit ihre Wettbewerbsposition zu verbessern. So heißt es offiziell durch die Vertreter der Regierung.
Bei kleinen und mittleren Unternehmen sollen noch erhebliche
unausgeschöpfte Potenziale zur Energieeinsparung bestehen. Oft fehle es sowohl
an Wissen um die bestehenden Einsparpotenziale als auch an den
notwendigen Mitteln zur Finanzierung. soll dann das Förderprogramm
der KfW ansetzen.
Ergänzend ist neben einer Finanzierungskomponente auch eine
Komponente zur Förderung von Beratungsleistungen geplant. Mit der
Gewährung von Zuschüssen in Höhe von maximal 80% für die Durchführung
unabhängiger und qualifizierter Energieberatungen sollen
Informationsdefizite über betriebliche Energieeinsparpotenziale bei
kleinen und mittleren Unternehmen abgebaut werden.
Berater können sich ab sofort in der KfW-Beraterbörse,
listen lassen. Die Umsetzung der Energieeinsparmaßnahmen kann mit zinsgünstigen Krediten aus dem
ERP-Energieeffizienzprogramm finanziert werden. Gefördert werden Maßnahmen, die eine Energieeinsparung von mindestens 15 %, bzw. 20% erzielen. Mitfinanziert werden bis zu 100 % der förderfähigen
Investitionskosten, maximal zehn Millionen Euro.