Warum Technologieunternehmen die Macht der Marke entdecken sollten

Aha. Auf der einen Seite muss also dringend gespart werden, auf der anderen Seite will man hoch hinaus.

Der niederländische Elektronikhersteller Philips Electronics hatte zum Wochenbeginn mit der Vorlage schwacher Quartalszahlen noch die Devise ausgegeben, sparen zu wollen. Zugleich will das Unternehmen der größte Hersteller für Lichtprodukte in Russland zu werden.

Und da frage ich mich: Was denn nun? Wenn ich mir privat überlege, auch mal sparen zu müssen, kann ich nicht zugleich die Devise ausgeben, das dickste Auto der Straße fahren zu wollen. Auf der anderen Seite: Auf der einen Seite kann ich sparen, auf der anderen Seite kann ich in Solarzellen auf meinem Privatdach investieren. Kostet kurzfristig, rentiert sich langfristig. Und so ist dann auch wohl die Ansage von Philips zu verstehen.

Schon heute ist Philips nach eigenen Angaben Russlands größter Lampenhersteller. Der Markt müsse sich derzeit konsolidieren und hierbei wolle Philips die treibende Kraft sein. Um weiter in Russland zu wachsen, kann es sich Philips vorstellen, eine Partnerschaft mit einem lokalen Anbieter einzugehen. Auch Zukäufe seien trotz der geplanten Einsparmaßnahmen denkbar. In Wachstumsmärkten, zu denen Philips auch Russland zählt, strebt das Unternehmen zweistellige Wachstumsraten pro Jahr an. Diese Märkte böten noch Spielraum für Wachstum. Auch andere Ländermärkte seien für Partnerschaften und Übernahmen interessant, wenn sich damit verbunden die Chance auf die Marktführerschaft und weiteres Wachstum ergibt. China und Indien seien bereits als solche Ländermärkte anvisiert worden. Hier sei es erstaunlicherweise auch einfacher mit Behörden und offiziellen Stellen ins Gespräch zu kommen als in Russland, wie Philips bedauert.

via: IT-Times


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