Rightnow kratzt am Stuhl von SAP und Oracle
abgelegt im Archiv Unternehmen am 28.02.07
Heute habe ich einen Artikel in der Computerzeitung gefunden. Hier wird über das Unternehmen Rightnow vorgestellt, von dem ich bislang ehrlich gesagt noch nichts gehört habe.
Ein spannendes Unternehmen, dass B2B-Dienstleistern durch seine Kundenverwaltungssoftware Lösungen anbietet, effiziente Kundengewinnung und Kundenbindung zu betreiben. Denn nur so klappt es auch mit der Kundenloyalität. Das Unternehmen plant offensichtlich etablierten Platzhirschen wie Oracle oder SAP das Leben schwer zu machen.
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San Jose - Der Software-as-a-Service-Anbieter (SaaS) Rightnow will seinen Aktionradius stärker international ausrichten, um die Wettbewerbsposition seiner kundenverwaltungssoftware (CRM) gegenüber SAP und Oracle zu verbessern. Das Unternehmen mit deutschem Hauptsitz in München hat kürzlich Joseph Brown zum ersten General Manager EMEA berufen.
Rightnow ist laut Forrester Research einer der führenden Anbieter von CRM-Lösungen für den Mittelstand. Das Marktforschungsinstitut stellte auch fest, dass der Markt für Kundenbeziehungsmanagement zunehmend auf SaaS-Optionen setze.
Brown baut nach eigenen Aussagen auf diesen Trend, der SAP und Oracle das Leben schwer machen werde. "Wenn ein Anbieter daran gewöhnt ist, sich vollständig auf Lizenzumsätze zu verlassen, ist die Umstellung des Finanz- und Geschäftsmodells auf monatliche Umsatzziele ziemlich schwierig, abgesehen von den technischen Änderungen, die dafür notwendig sind", erklärt er. Seine Überzeugung verdeutlicht er am Beispiel des Übergangs von den Mainframes zu Microcomputern und Client/Server-Anwendungen, den viele Anbieter von Mainframe-Anwendungen wie etwa Dun & Bradstreet nicht überlebt haben. "Viele neue Hersteller stiegen damals ins Client/Server-Geschäft ein", so Brown. "Das waren Unternehmen wie Oracle und SAP." Der gleiche Übergang findet auch jetzt statt, meint er, und zwar vom Client-Server-Computing zu einer Kombination von SaaS und Opensource. Doch Rightnow ist derzeit lediglich ein kleiner Störfaktor für die großen Wettbewerber. Der Anbieter hat im vierten Quartal 28,8 Millionen Dollar umgesetzt und im gesamten Geschäftsjahr waren es 110,4 Millionen Dollar mit einem jährlichen Zuwachs von 27 Prozent.
Der neue General Manager betont, sein Unternehmen glaube fest an Opensource, und der Einsatz von quelloffenen Techniken verschaffe dem Geschäft einen Wettbewerbsvorsprung. Rightnow und SaaS-Marktführer Salesforce.com seien keine Konkurrenten, so Brown, sondern ergänzten einander, denn seine Company konzentriere sich auf nach außen gerichtete Prozesse, während Salesforce.com die internen Prozesse bediene. Rightnows Kunden sind eher verbraucherorientiert, Salesforce hingegen ziele auf Business-to-Business-Umgebungen (B2B), so der Manager weiter.
Der neue Forrester-Report stellte fest, dass der CRM-Umsatzanteil mit kleinen und mittleren Unternehmen von 33 Prozent heute auf 38 Prozent im Jahr 2010 steigen und dann 4,2 Milliarden Dollar für den gesamten Markt betragen werde. "Anbieter wie Entellium, Netsuite, Rightnow und Salesforce.com erweitern stetig die Funktionalität ihrer Angebote, ohne dabei die einfache Bedienbarkeit, Point-and-Click-Anpassung und inkrementelle Einführungen aus den Augen zu verlieren", erklärte Liz Herbert, Autorin des Forrester-Berichts. Sie gibt Rightnow gute Noten für Vertrieb, Service, Marketing sowie Analytics und schreibt, der Hersteller habe ein besser abgerundetes Angebot als viele andere in diesem Markt. "Durch die Möglichkeit der Lösung, sowohl B2B als auch Business-to-Customer zu unterstützen, kann Rightnow eine CRM-Anwendung für Firmen bieten, die in einem oder auch in beiden Bereichen tätig sind", stellt sie fest. Forrster erkennt ebenfalls an, dass der Anbieter viel Geld in auf Kunden gerichtete Funktionalität.
In Deutschland hat RightNow ein Vertriebs- und Engineering-Team sowie einige Marketing-Mitarbeiter. "Ich bin erst seit sechs Wochen dabei, sodass es noch nicht möglich ist zu sagen, was noch zu tun ist", sagt Brown. "Doch eines weiß ich. Um in der Welt zu bestehen, müssen wir in Deutschland erfolgreich sein."

Permalink: Rightnow kratzt am Stuhl von SAP und Oracle
Tags: Computerzeitung Rightnow Unternehmenssoftware Kundenbindung B2B
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Wong
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