
Ich muss zugeben: Es ist eines meiner deutschen Lieblingsunternehmen: SAP ist einer der wenigen Konzerne Deutschlands in einer Branche außerhalb des Maschinen- und Autobaus, der wirklich Weltrang hat.
Am Montag habe ich noch darüber berichtet, dass SAp die französische business objects übernehmen wird. Nun schreibt die IT-Times, dass SAP mit dem Zukauf für Irritationen an den Börsen sorgt. Dort heißt es unter anderem:
Immerhin zahlt SAP das 5,4-fache des 2006er Jahresumsatzes. Gleichzeitig bezahlt man das 90-fache des Nettogewinns, den Business Objects in 2006 ausgewiesen hatte. Im Vergleich hierzu kam Oracle deutlich günstiger weg. Der US-Datenbankriese zahlte für den Konkurrenten Hyperion nur das 4,3-fache des Umsatzes sowie das 52-fache des Nettogewinns.
Zugleich kommt der Milliardendeal einer Abkehr von der bisherigen Strategie gleich. Während man zuletzt eher auf kleine Zukäufe (OutlookSoft, Pilot Software) setzte, soll nunmehr ein Milliarden-Coup den Rückstand auf Oracle verkürzen. Insgesamt entsteht der Eindruck, dass die jüngsten Zukäufe in diesem Marktbereich nicht ausreichend waren und man Hyperion doch nicht hätte Oracle überlassen sollen.
Und trotzdem: Ich muss mir ja keine SAP-Aktien kaufen, eines meiner Lieblingsunternehmen bleibt es trotzdem.