Warum Technologieunternehmen die Macht der Marke entdecken sollten

Siemens-Aktie rauscht in den Keller und Vorstand deckt sich mit neuen Aktien ein

Oje, Siemens, was ist denn da los? Der ehemalige Vorzeigekonzern rechnen nun damit, allein in diesem Quartal 900 Millionen Euro weniger zu verdienen als bislang erwartet. Vor allem die Sparten Kraftwerksbaus und die IT-Sparte sind die Sorgenkinder des Konzerns. Was ich nicht so ganz verstehen mag – allerdings kenne ich auch die globalen Verpflechtungen kaum. Aber wenn weltweit die Nachfrage nach Energie steigt, dürfte auch die Nachfrage nach Kraftwerken steigen. Und wenn man dann als Unternehmen zu den Top-Kraftwerksbauern weltweit zählt, dürfte von dieser steigenden Nachfrage auch etwas hängen bleiben, oder? Oder ist es allein der starke Euro, der dem global agierenden Konzern die Zahlen verhagelt?

Ich bin normal niemand, der auf Manager einprügelt und sich an der unsäglichen Debatte um Manager-Gehälter beteiligt. Was Siemens-Chef Löscher jetzt aber gemacht hat, ist eine Zeichen von nicht vorhandenem Fingerspitzengefühl. Denn was macht der Privatmann Löscher? Er macht 3,3 Millionen Euro locker, um billig Siemens-Aktien zu kaufen, deren Kurs gerade in den Keller gerauscht ist, weil der Konzernchef Löscher seinen Laden dann wohl doch nicht so im Griff hat. Das ist zumindest bedenklich. Positiv formuliert: Immerhin scheint Löscher daran zu glauben, dass es mit dem Siemens-Kurs wieder bergauf geht. Ist ja auch was wert.

via: manager magazin


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