Strommarkt: Wenige Anbieter schaden dem Verbraucher
abgelegt im Archiv Nachrichten am 06.11.07
Mal ganz ehrlich: Wer hat nicht geglaubt, dass es unter den deutschen Stromanbietern so etwas wie Preisabsprachen gibt? Das muss man sich vielleicht nicht so vorstellen, dass ein paar mächtige Manager mit wichtigen Mienen in irgendwelchen Hinterzimmern topsecret die Preise für die Kilowattstunde beschließen.
Aber ist ja nunmal doch so, dass der Strommarkt durch wenige wirklich große Anbieter gekennzeichnet ist. Da ist es dann auch relativ einfach, einen guten Überblick über den Markt zu halten und zu wissen, wer sich wie verhält. Und dann macht man einfach mit, wenn der andere die Preise erhöht. Kann ja nicht schaden und dem Kunden bleibt keine Wahl. Und leider ist es ja auch so, dass es nicht so kommen wird, wie von der bundesregierung erhofft: Die meisten neuen Kraftwerke werden eben nicht von kleinen Anbietern gebaut, die den etablierten Großen dann mal Druck machen können. Vielmehr sind es die Großen, die weiter investieren können und so ihre Marktmacht ausbauen. Aus Konzernsicht würde ich nicht anders regieren, als Verbraucher fühle ich mich gelinde formuliert an der Nase herumgeführt.
Foto: E.ON AG

Tags: RWE E.ON ENBW Strommarkt Preisabsprachen Oligopol
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