
Es ist eine allgemeine Feststellung: Die Welt wird immer globaler. Dagegen wird niemand etwas sagen. Es stellt sich aber die Frage nach dem wie global ist sie denn?
Denn Industrienationen fürchten vor allem andere Industrienationen als deren Hauptkonkurrenten. Falsch ist das sicher nicht. Aber es ist schon eindrucksvoll, wie China und Indien es schaffen, sukzessive aufzuholen. Globalisierung ist dann eben doch mehr als internationaler Vertrieb und Lohnproduktion in Osteuropa oder Südostasien.
Was aber ist bespielsweise mit Brasilien? Oder vielleicht in zehn Jahren mit den ersten afrikanischen Staaten? Nicht abwinken, nachdenken! Wie die Boston Consulting Group nun zusammengetragen hat, reifen in den wachstumsstarken Regionen Asiens, Mittel- und Lateinamerikas sowie Osteuropas reifen hunderte von künftigen Wirtschaftsriesen heran, die die heutigen Marktführer bedrohen. Die
Aufsteiger wachsen stark und strotzen vor Wirtschaftskraft, dringen energisch in ausländische Märkte vor und verändern den Wettbewerb in vielen Branchen. Zu den hundert 100 besonders bemerkenswerten
Vertretern dieser Angreifer identifiziert. gehören Suzlon energy (Indien), ein Turbinenhersteller für Windkraftanlagen, Nine Dragons Paper Holdings (China), einer der größten Kartonagenproduzenten weltweit, das
Lebensmittelunternehmen Grupo Bimbo (Mexiko), der Komponentenzulieferer Marcopolo (Brasilien) oder der
Industrieausrüster Tenaris (Argentinien).