
Der Werbeblogger schreibt in einem aktuellen und mittlerweile viel diskutierten Beitrag über die großen Pläne, dass es den Werbeblogger in Zukunft als Full-Time-Angebot geben soll – also auch als die Möglichkeit, als Autor und Betreiber davon leben zu können. Man spürt: Da hat sich jemand sehr gut Gedanken gemacht. Und allein deshalb drücke ich die Daumen. Was mich dazu treibt, diesen Beitrag hier näher zu betrachten ist folgender Auszug aus dem Original-Text:
Die große Frage, die mich immer wieder beschäftigt ist die Folgende: Warum dringt der Markt und damit seine abstrakten Vertriebsagenten, nämlich die klassische Werbung, so penetrant in unsere Wohn- und Lebensräume ein, während die B2B-Kommunikation (business-to-business ist das Marketing zwischen Unternehmen) völlig außerhalb unseres Privatlebens in den Büroräumen stattfindet?
In einem meiner älteren Beiträge hatte ich bereits beschrieben, wie es der Chiphersteller Intel geschafft hat, durch gezieltes Branding den Ausbruch aus der anonymität zu schaffen und hat es dadurch auch in unsere Wohn- und Lebensräume geschafft.
Ich finde die Schlussfolgerung vom Werbeblogger spannend. Dort wird davon ausgegangen, dass es eine B2B-Plattform gibt, die (wenn ich es richtig verstanden habe) sich an Werber aller Art richtet und ihnen die Möglichkeit bietet, sich dann zu informieren, wenn man es wünscht – oder wie es der Werbeblogger ausdrückt:
Früher hatten wir den Marktplatz nicht im Haus, sondern vor der Tür. Our home was our castle. Kein Werbeclip, keine Anzeige störte uns in unserem friedlichen und kuscheligen Eigenheim. Wenn wir etwas kaufen wollten, flanierten wir auf den hiesigen Marktplätzen. Die Marktschreier brüllten unser Trommelfell zwar heiß, aber als wir nach Hause kamen, herrschte wieder Ruhe. Ruhe, was gibt es Schöneres?! In einem Zeitalter der Hektik und der spärlichen Freizeit sehnt man sich doch einfach nur nach Ruhe. Doch sobald wir die "Hirnentspanner" Fernsehen oder Zeitschrift aktivieren sind sie wieder da, die Marktschreier, mitten in unserem Wohnzimmer. Das Schlimme daran: wir sind gerade nicht im Markt- sondern im Relaxmodus!
Bannerwerbung sind Marktschreier, die niemand hören möchte. Was wäre aber, wenn es einen Marktplatz für uns Werber gäbe, der dialogorientiert und bannerfrei ist und der die Möglichkeiten der neuen Medien verstehen und nutzen kann?! Jeder aus unserer Branche kann seinen Stand aufbauen und sich und seine Leistungen feilbieten. Egal ob Freelancer, Agenturen oder Verlage für Fachbücher. Wir wollen den Marktplatz ganz für uns allein.